Die Caracalla-Thermen

Kunst und Dekor

In den Caracalla-Thermen befanden sich über 120 qualitativ und künstlerisch wertvolle Skulpturen. Obwohl sich die Anlage in einer ärmeren Gegend im Arbeiterviertel befand, gab es hier, im Vergleich zu anderen Bädern des antiken Roms, die meisten Kunstwerke. Mit dem Verfall des Imperiums wurden auch zahlreiche der Kunstwerke vernachlässigt und durch Kalkbildung zerstört. Im 16. Jahrhundert ließ Papst Paul III die Skulpturen wieder ausgraben, um sie als Dekoration für die neu errichteten Paläste zu verwenden.

Die bekanntesten erhaltenen Werke sind der Farnesische Stier, der Farnesische Herkules und eine vier Meter hohe Statue des Asklepios. Der Farnesische Stier ist eine Skulpturengruppe. Sie zeigt die Bestrafung Dirkes, die von ihren Brüdern an einen Stier gebunden wird, um in ihren Tod geschleift zu werden. Das Gesamtwerk ist über drei Meter hoch und fast vierzig Tonnen schwer. Die Wände und Böden waren reich verziert und bestanden aus verschiedenen Marmor- und Steinarten, deren unterschiedliche Färbungen als Dekorelement eingesetzt wurden. Auch war die Therme von zahlreichen Mosaiken geziert. Das größte davon war etwa 300 Meter lang. Delikate kleine Steinchen bilden detailreiche Muster, auf denen Nereiden, Tritonen, Delphine und andere Meeres- und Mythenwesen zu sehen waren. Eine Granitsäule aus dem Freiluftbecken steht heute in Florenz und ist als Säule der Gerechtigkeit bekannt.

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